 |
Jules Spinatsch ist auf der Suche nach
dem idealen Hang, dem unstrukturierten, ereignislosen Hang. Am Anfang
waren das abrasierte Lawinenhänge, dann irgendwelche Hänge
ob der Waldgrenze. Er sucht Bilder, die keine Dinge zeigen, kein «etwas»,
das man anschauen kann. Er geht in die Berge und wartet, am Anfang
passiert nichts. Dann kommen die Bilder, flimmernd. Bilder, die das
Auge rastlos suchen und die Wahrnehmung flimmern lassen. Schwindlig
machen. Der Berg, der massive Klotz, ist nur noch ein Hang. Eine grafische
Fläche, einem Technoflyer gleich, in tausend Teilchen zerfallend.
Jedes einzelne Teilchen ist scharf, die Schärfe verteilt sich
bis an die Ränder, vollkommen demokratisch. Die Dimensionen verlieren
sich – sind es Bäume oder Haare?
Das Wetter ist schlecht, es dunkelt ein, der Nebel senkt sich auf
den Stein. Aber Licht spielt keine Rolle, es ist undramatisch in den
Bergen. Julia Hofer
At the beginning I went to the mountains to find
the perfect slope, a slope absent of any visual event. I did not find
it. Not even in slopes, eroded by avalanches. (Vaterland) Instead
I realised these were inner pictures,result of a perception shifted
away from the outher world. |
|